
Zum Inhalt
Der Krieg ist aus und nach wenigen Wochen taucht plötzlich ein Mann auf, den das Kriegskind nur von Fotos kennt – es ist der Vater des Fünfjährigen. Der Heimkehrer hat ein kaputtes Fahrrad über den Krieg gerettet und auf dem Rücken nach Hause geschleppt, um es seinem Sohn zu schenken. Aber Vater und Sohn sind sich fremd, daran ändert auch ein schönes wieder hergerichtetes Fahrrad nichts...
Das Buch ist jedoch mehr als eine bewegende Vater-Sohn-Geschichte. 42 Episoden erzählen von Bubenstreichen, von Lilli Marleen, vom Schuppenbrand, vom Ende der Strapszeit, von einer verschmähten Liebe, vom verhassten Französischunterricht und...
... der allmählichen Annäherung zwischen Vater und Sohn
Anmerkung des Autors für saarländische und andere Kriegskinder
Die Welt unserer Kindheit war kleinbürgerlich und eng. Unser Aktionsradius betrug ungefähr 10 Kilometer. So weit, wie man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Fuhrwerk kam. Wir hatten kein Auto, keinen Fernseher, kein Telefon, kein Handy und kein Internet. Und den Traum von der großen weiten Welt versuchten uns unsere Väter auszureden, denn sie waren ihr gerade entronnen.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben, damit hatten sich unsere Väter etwas zuviel vorgenommen. Denn die große weite Welt kam zu uns. Sie drehte sich immer schneller und wir sahen ihr mit großen, neugierigen Augen entgegen. Niemals zuvor hatte eine Generation an einer vergleichbar rasanten Entwicklung teilgenommen. Am Ende hatten wir mehr Autos, Handys und Fernsehprogramme als uns lieb war und wir begannen uns Sorgen zu machen, um unsere große weite Welt, der die Puste ausging und die immer kleiner und hilfsbedürftiger geworden war.
Wir hatten die Diktatur – die unseren Eltern zeitlebens in den Knochen gesteckt hatte – nicht mehr wahrgenommen und wuchsen in die Demokratie hinein, die uns jungen Saarländern sogleich die ersten Lektionen erteilte:
Die Saarfrage wurde mit demokratischen Mitteln gelöst und an Stelle der Jahrhunderte alten Erzfeindschaft mit unserem französischen Nachbarn ist längst eine belastbare Freundschaft getreten, zu der wir Saarländer einiges beitragen konnten – auch wenn uns der Französischunterricht in den 40-er und 50-er Jahren fürchterlich auf den Keks gegangen war...
Gebundene Ausgabe
Format: 24 x 16,5 cm
Umfang: 112 Seiten
ISBN 3-8313-1489-6,
Preis 12,90 €
Bezugsquellen
"Vaters Rad"
ist in allen Buchhandlungen,
bei allen Internetversendern,
beim Wartberg Verlag
und beim Autor erhältlich.
erschienen
im Oktober 2005
im Wartberg-Verlag
EMPFEHLUNG
KLAUS SCHWINGEL: VATERS RAD
AUSLESEN-VERLAG